Stellungnahme des Forums deutschsprachiger Reiseleiter in Israel auf den Brandanschlag in Tabgha
Mit großem Entsetzen haben wir - eine Gruppe deutschsprachiger Reiseleiter in Israel - von dem abscheulichen Brandanschlag auf das Kloster und die Brotvermehrungskirche in Tabgha am See Genezareth erfahren. Voller Trauer, Wut und Empörung möchten wir an dieser Stelle den Benediktinerbrüdern und -schwestern sowie der christlichen Bevölkerung Israels unsere Solidarität und Anteilnahme aussprechen. Unser besonderes Mitgefühl gilt dem 80 Jahre alten Mönch sowie der 20jährigen Volontärin, die durch das Einatmen des Rauchs verletzt wurden.
Für uns Reiseleiter ist Tabgha eine der wichtigsten Orte im Norden Israels. Unsere Gruppen besichtigen dabei nicht nur die beeindruckenden Mosaike aus byzantinischer Zeit, sondern feiern an der Gebetsstelle Dalmanutha regelmäßig Messen. Viele deutschsprachige Pilgergruppen nutzen das Angebot der Benediktinermönche zu einem persönlichen Gespräch. In diesen Gesprächen erfuhren auch wir von der wunderbaren Arbeit der Tabgha angegliederten Behinderten- und Jugendbegegnungsstätte Beit Noah, in welcher jüdische und arabische Jugendliche die liebevoll gepflegte Gartenanlage als Erholungsstätte nutzen dürfen. Wir erfuhren aber auch, dass es in der Vergangenheit bereits mehrere rassistisch-religiös motivierte Anschläge auf das Tabgha-Kloster am See sowie die Dormitio-Abtei in Jerusalem gegeben hat. Allein in den letzten drei Jahren wurden in Israel über 50 Übergriffe auf Christen und christliche Einrichtungen gezählt. Diese Gewaltakte sind in keiner Weise zu rechtfertigen und nicht mit den Grundwerten des jüdischen Glaubens zu vereinen!
Wir fordern die israelische Regierung auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die feigen Attentäter zu fassen, vor Gericht zu stellen und mit angemessener Härte zu bestrafen. Wir sind jedoch überzeugt, dass Hassverbrechen - in diesem Fall auf die christliche Gemeinschaft - letztlich nicht durch abschreckende Strafen allein, als vielmehr durch weitreichende pädagogische Maßnahmen zur Förderung von Toleranz und Vielfalt in einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft verhindert werden können. In dieser unserer Gesellschaft haben Christinnen und Christen einen festen Platz. Entsprechend fordern wir von der israelischen Regierung und dem Erziehungsministerium, umgehend pädagogische Maßnahmen gegen die rechtsextreme Szene zu ergreifen. Wir stellen uns dabei vor, dass Aktionspläne ausgearbeitet und umzusetzt werden, in der ethnisch-religiöse Vielfalt, Toleranz & Demokratie thematisiert werden. Dieser Anschlag galt nicht nur den Christen. Er galt der israelischen Demokratie!
Abschließend möchten wir der Tabghagemeinschaft nochmals für ihre großzügige Gastfreundschaft danken, die wir bei unseren zahlreichen Besuchen genießen durften.
Updates
June 20, 2015
The current volume of support necessitates a formal submission of our statement to the regional authorities. I am finalizing the letter that will accompany these signatures to ensure the Ministry of Tourism receives our position by the end of the week.
11 Comments
Hass und Intoleranz werden niemals eine Brücke in die Zukunft schlagen. Wenn Menschen Gotteshäuser angreifen und damit den einen Glauben gegen den anderen ausspielen dokumentiert das nur, dass nicht der Glaube sondern Hass am Werk ist. Glaubenszeugnis legen wir alle im Kontext der biblischen Botschaft ab und nicht in dem, was wir punktuell als Rechtfertigung des eigenen Handelns für vermeidlich richtig finden und damit versuchen unser eigenes Verhalten rechtzufertigen. Für diese Tat gibt es keine Rechtfertigung.Es ist ein Kapitalverbrechen mit dem Versuch Menschen umzubringen und auch die Reputation Israels im In- und Ausland zu beschädigen.
"Hate is as fire, it's start small, very quick it spread out and burn everything around us" Eli Wiesel
Auch ich bin entsetzt über diesen Anschlag und wir hoffen alle, dass so etwas nie wieder passiert !
Das ist sehr bedauern und sehr traurich solsche menchen die von hass und untollerant gefürt zu sein .die in ihre aktionen grosse schaden fur unser land und in der christlischer welt .es ist zeit fur unser polizei endlich mal die täter hinter gitter .
Bestofisraelreisen verurteilt diese Tat auf das schärfste. Wir beten für einen schnellen Wiederaufbau.
Nur die Liebe zählt
Israel
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Stellungnahme des Forums deutschsprachiger Reiseleiter in Israel auf den Brandanschlag in Tabgha
Mit großem Entsetzen haben wir - eine Gruppe deutschsprachiger Reiseleiter in Israel - von dem abscheulichen Brandanschlag auf das Kloster und die Brotvermehrungskirche in Tabgha am See Genezareth erfahren. Voller Trauer, Wut und Empörung möchten wir an dieser Stelle den Benediktinerbrüdern und -schwestern sowie der christlichen Bevölkerung Israels unsere Solidarität und Anteilnahme aussprechen. Unser besonderes Mitgefühl gilt dem 80 Jahre alten Mönch sowie der 20jährigen Volontärin, die durch das Einatmen des Rauchs verletzt wurden.
Für uns Reiseleiter ist Tabgha eine der wichtigsten Orte im Norden Israels. Unsere Gruppen besichtigen dabei nicht nur die beeindruckenden Mosaike aus byzantinischer Zeit, sondern feiern an der Gebetsstelle Dalmanutha regelmäßig Messen. Viele deutschsprachige Pilgergruppen nutzen das Angebot der Benediktinermönche zu einem persönlichen Gespräch. In diesen Gesprächen erfuhren auch wir von der wunderbaren Arbeit der Tabgha angegliederten Behinderten- und Jugendbegegnungsstätte Beit Noah, in welcher jüdische und arabische Jugendliche die liebevoll gepflegte Gartenanlage als Erholungsstätte nutzen dürfen. Wir erfuhren aber auch, dass es in der Vergangenheit bereits mehrere rassistisch-religiös motivierte Anschläge auf das Tabgha-Kloster am See sowie die Dormitio-Abtei in Jerusalem gegeben hat. Allein in den letzten drei Jahren wurden in Israel über 50 Übergriffe auf Christen und christliche Einrichtungen gezählt. Diese Gewaltakte sind in keiner Weise zu rechtfertigen und nicht mit den Grundwerten des jüdischen Glaubens zu vereinen!
Wir fordern die israelische Regierung auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die feigen Attentäter zu fassen, vor Gericht zu stellen und mit angemessener Härte zu bestrafen. Wir sind jedoch überzeugt, dass Hassverbrechen - in diesem Fall auf die christliche Gemeinschaft - letztlich nicht durch abschreckende Strafen allein, als vielmehr durch weitreichende pädagogische Maßnahmen zur Förderung von Toleranz und Vielfalt in einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft verhindert werden können. In dieser unserer Gesellschaft haben Christinnen und Christen einen festen Platz. Entsprechend fordern wir von der israelischen Regierung und dem Erziehungsministerium, umgehend pädagogische Maßnahmen gegen die rechtsextreme Szene zu ergreifen. Wir stellen uns dabei vor, dass Aktionspläne ausgearbeitet und umzusetzt werden, in der ethnisch-religiöse Vielfalt, Toleranz & Demokratie thematisiert werden. Dieser Anschlag galt nicht nur den Christen. Er galt der israelischen Demokratie!
Abschließend möchten wir der Tabghagemeinschaft nochmals für ihre großzügige Gastfreundschaft danken, die wir bei unseren zahlreichen Besuchen genießen durften.
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June 20, 2015
The current volume of support necessitates a formal submission of our statement to the regional authorities. I am finalizing the letter that will accompany these signatures to ensure the Ministry of Tourism receives our position by the end of the week.
11 Comments
Es erfüllt mich mit Trauer und Wut, dass diese christliche Stätte Opfer eines Brandanschlags wurde. Danke allen deutschsprachigen Reiseleitern, die diese Petition sofort auf den Weg gebracht haben. Ich habe keinerlei Verständnis für Extremismus jeglicher Art und hoffe, die israelische Regierung ergreift entsprechende Maßnahmen.
Hass und Intoleranz werden niemals eine Brücke in die Zukunft schlagen. Wenn Menschen Gotteshäuser angreifen und damit den einen Glauben gegen den anderen ausspielen dokumentiert das nur, dass nicht der Glaube sondern Hass am Werk ist. Glaubenszeugnis legen wir alle im Kontext der biblischen Botschaft ab und nicht in dem, was wir punktuell als Rechtfertigung des eigenen Handelns für vermeidlich richtig finden und damit versuchen unser eigenes Verhalten rechtzufertigen. Für diese Tat gibt es keine Rechtfertigung.Es ist ein Kapitalverbrechen mit dem Versuch Menschen umzubringen und auch die Reputation Israels im In- und Ausland zu beschädigen.
"Hate is as fire, it's start small, very quick it spread out and burn everything around us" Eli Wiesel
Auch ich bin entsetzt über diesen Anschlag und wir hoffen alle, dass so etwas nie wieder passiert !
Das ist sehr bedauern und sehr traurich solsche menchen die von hass und untollerant gefürt zu sein .die in ihre aktionen grosse schaden fur unser land und in der christlischer welt .es ist zeit fur unser polizei endlich mal die täter hinter gitter .
Bestofisraelreisen verurteilt diese Tat auf das schärfste. Wir beten für einen schnellen Wiederaufbau.
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Es erfüllt mich mit Trauer und Wut, dass diese christliche Stätte Opfer eines Brandanschlags wurde. Danke allen deutschsprachigen Reiseleitern, die diese Petition sofort auf den Weg gebracht haben. Ich habe keinerlei Verständnis für Extremismus jeglicher Art und hoffe, die israelische Regierung ergreift entsprechende Maßnahmen.