+-+-+-+-+-+-+-+-+ Offener Brief +-+-+-+-+-+-+-+-+
Sehr geehrter Herr Edwin Thoene,
Sie sind - neben Ihrer Taetigkeit als Geschaeftsfuehrer des Unnaer Kinderschutzbundes - einer von zwei Gesellschaftern der Lila GbR. Diese ist Eigentuemerin der beiden Wohnhaeuser Liebigstr. 14 und Rigaer Str. 96 in Berlin-Friedrichshain.
Im September 2007 kuendigte die zustaendige Hausverwaltung in einem Schreiben an, die Liebigstr. 14 raeumen lassen zu wollen. (http://liebig14.blogsport.de/images/kaufangebot_rigaer94.pdf / siehe letzter Satz!) Von Dezember 2007 bis Maerz 2008 kuendigte die Lila GbR alle bestehenden Mietvertraege. Die Bewohner_innen wehrten sich juristisch gegen die drohende Entmietung ihres Hauses. Leider mussten sie feststellen, dass es sich bei "Recht" und "Gerechtigkeit" manchmal um zwei verschiedene Paar Schuhe handelt. In allen bisher verhandelten Faellen bestaetigten die Gerichte die Kuendigungen unter Ausserachtlassung der vorsaetzlichen Entmietung des Hauses.
Die Entscheidung der Gerichte entbindet Sie indes nicht von Ihrer Verantwortung fuer die sozialen Folgen dieser Praxis. 28 Menschen sollen, geht es nach der Lila GbR, ihr Zuhause verlieren. Als Repraesentant einer gemeinnuetzigen Organisation sollte Ihnen klar sein, dass sozial verantwortliches Handeln anders aussieht.
Die Tatsache, dass sich drei Kleinkinder unter den 28 Menschen befinden, wurde Ihnen vor fast einem Jahr bekannt gemacht. Spaetestens an diesem Punkt widerspricht Ihre berufliche Taetigkeit der Praxis der Lila GbR. Sich gleichzeitig in Unna als Familientherapeut zu betaetigen und in Berlin Familien auf die Strasse zu setzen - das passt nicht zusammen.
Darum fordern wir Sie auf, die Entmietung der Liebigstr. 14 sofort zu stoppen und sich fuer eine einvernehmliche Loesung im Sinne der Bewohner_innen des Hauses einzusetzen.
P.S.: Ihre Behauptung, nicht fuer die Geschaeftspraxis der Lila GbR verantwortlich zu sein, laeuft ins Leere. Schliesslich haben Sie mit Ihrer am 20. Januar 2007 unterzeichneten Vollmacht (http://liebig14.blogsport.de/images/vollmacht.pdf), die Kuendigungen und die Prozessfuehrung durch ihren Mitgesellschafter erst ermoeglicht.
The silence from the office is honestly deafening even though I keep checking my inbox every ten minutes. I spent all morning drafting a fresh letter to the management while drinking way too much coffee because the thought of those families losing their homes just will not leave my head.
Reached 100 supporters
January 31, 2011
6 Comments
M
Markus Nasser
16 years ago
Featured
Stoppt die Raeumung. Das ist so asi.
J
Jens Hughes
16 years ago
Featured
Liebig bleibt! Keine Raeumung!
S
Sarah Shepherd
16 years ago
Featured
Unglaublich was hier abgeht. Wohnraum ist fuer Menschen da nicht fuer Profite von irgendwelchen GbRs. Bleibt stark!
L
Lukas Saleh
16 years ago
Featured
Friedrichshain darf nicht noch mehr sterben. Lasst die Leute einfavh in Ruhe wohnen!
K
Katharina Jordan
16 years ago
Featured
Das ganze Viertel verändert sich total durch diese Investoren. Es reicht jetzt echt mal.
E
Elena Stokes
16 years ago
Featured
Wie kann man sich Kinderschützer nennen und gleichzeitig Familien auf die Straße setzen? Einfach nur heuchlerisch.
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Sie sind - neben Ihrer Taetigkeit als Geschaeftsfuehrer des Unnaer Kinderschutzbundes - einer von zwei Gesellschaftern der Lila GbR. Diese ist Eigentuemerin der beiden Wohnhaeuser Liebigstr. 14 und Rigaer Str. 96 in Berlin-Friedrichshain.
Im September 2007 kuendigte die zustaendige Hausverwaltung in einem Schreiben an, die Liebigstr. 14 raeumen lassen zu wollen. (http://liebig14.blogsport.de/images/kaufangebot_rigaer94.pdf / siehe letzter Satz!) Von Dezember 2007 bis Maerz 2008 kuendigte die Lila GbR alle bestehenden Mietvertraege. Die Bewohner_innen wehrten sich juristisch gegen die drohende Entmietung ihres Hauses. Leider mussten sie feststellen, dass es sich bei "Recht" und "Gerechtigkeit" manchmal um zwei verschiedene Paar Schuhe handelt. In allen bisher verhandelten Faellen bestaetigten die Gerichte die Kuendigungen unter Ausserachtlassung der vorsaetzlichen Entmietung des Hauses.
Die Entscheidung der Gerichte entbindet Sie indes nicht von Ihrer Verantwortung fuer die sozialen Folgen dieser Praxis. 28 Menschen sollen, geht es nach der Lila GbR, ihr Zuhause verlieren. Als Repraesentant einer gemeinnuetzigen Organisation sollte Ihnen klar sein, dass sozial verantwortliches Handeln anders aussieht.
Die Tatsache, dass sich drei Kleinkinder unter den 28 Menschen befinden, wurde Ihnen vor fast einem Jahr bekannt gemacht. Spaetestens an diesem Punkt widerspricht Ihre berufliche Taetigkeit der Praxis der Lila GbR. Sich gleichzeitig in Unna als Familientherapeut zu betaetigen und in Berlin Familien auf die Strasse zu setzen - das passt nicht zusammen.
Darum fordern wir Sie auf, die Entmietung der Liebigstr. 14 sofort zu stoppen und sich fuer eine einvernehmliche Loesung im Sinne der Bewohner_innen des Hauses einzusetzen.
P.S.: Ihre Behauptung, nicht fuer die Geschaeftspraxis der Lila GbR verantwortlich zu sein, laeuft ins Leere. Schliesslich haben Sie mit Ihrer am 20. Januar 2007 unterzeichneten Vollmacht (http://liebig14.blogsport.de/images/vollmacht.pdf), die Kuendigungen und die Prozessfuehrung durch ihren Mitgesellschafter erst ermoeglicht.
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January 31, 2011
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M
Markus Nasser
16 years ago
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Stoppt die Raeumung. Das ist so asi.
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Jens Hughes
16 years ago
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Liebig bleibt! Keine Raeumung!
S
Sarah Shepherd
16 years ago
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Unglaublich was hier abgeht. Wohnraum ist fuer Menschen da nicht fuer Profite von irgendwelchen GbRs. Bleibt stark!
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Lukas Saleh
16 years ago
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Friedrichshain darf nicht noch mehr sterben. Lasst die Leute einfavh in Ruhe wohnen!
K
Katharina Jordan
16 years ago
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Das ganze Viertel verändert sich total durch diese Investoren. Es reicht jetzt echt mal.
E
Elena Stokes
16 years ago
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Wie kann man sich Kinderschützer nennen und gleichzeitig Familien auf die Straße setzen? Einfach nur heuchlerisch.
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Stoppt die Raeumung. Das ist so asi.