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Aufschub der Abstimmung über die "Vergütungsregeln Tageszeitungen"

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Liebe Verbände, einen Moment bitte! Freie Journalistinnen und Journalisten fordern bei den Vergütungsregelungen für Tageszeitungen eine Denkpause. Nach langjährigen Verhandlungen mit dem Verband deutscher Zeitungsverleger stehen die Gewerkschaften DJV und dju/verdi vor einem Abschluss über "angemessene" Honorare für freie Journalisten bei Tageszeitungen. "Gemeinsame Vergütungsregelungen Tageszeitungen" heißt die Regelung, die nun in einer endgültigen Fassung vorliegt. Sie soll schon ab 01. Februar 2010 für alle hauptberuflichen freien Journalisten gelten (Siehe Links an der Seite). In den vergangenen Tagen wurde viel darüber diskutiert und gestritten, wie man diese Regelung bewerten kann oder soll. Diskutiert wurde etwa: * ob die darin festgelegten Zeilensätze zu niedrig sind * ob es nicht besser wäre, nach Zeitaufwand zu zahlen * ob die Regelungen für eine u.U. kostenlose Nutzung von Texten in Redaktionsgemeinschaften akzeptabel sind * ob die Festlegungen in Ordnung ist, dass die erste Online-Nutzung honorarfrei sein soll. * und vieles anderes mehr (siehe z.B. Link zur Diskussion be freischreiber.de) Die Meinungen sind hier sehr unterschiedlich. Viele freie Journalistinnen und Journalisten wissen auch noch gar nicht, wie sie sich zu den Regelungen positionieren wollen. Unklar ist auch, wie die Regelungen gegenüber den Verlagen durchgesetzt werden können. Das geben indirekt auch die Verbände zu: „Dass sie (die Honorare) von den einzelnen Verlagen auch gezahlt werden, dafür werden sich die Freien und die dju in den kommenden Monaten stark machen müssen. In Perspektive – nicht automatisch – wäre damit ein Ende des Honorardumpings in Sicht“, schreibt die dju. Die Freien müssten die theoretisch möglichen höheren Honorare „geltend machen“, erklärt der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken auf der DJV-Seite. Fakt ist aber, dass schon in den nächsten Tagen die entsprechenden Gremien von dju/verdi und DJV endgültig über die Zustimmung zur Regelung abstimmen wollen (dju/ verdi vermutlich am 12.01.2010, djv am 18.01.2010). Diese Zustimmung gilt als wahrscheinlich. Das heißt jedoch, dass danach eine wie immer geartete Mitbestimmung seitens freier Journalistinnen und Journalisten nicht mehr möglich ist. Darum fordern wir, die wir hier unterzeichnen, die Verhandlungspartner DJV und dju/verdi dazu auf, die "Gemeinsamen Vergütungsregelungen Tageszeitungen" nun nicht im Eilverfahren zu verabschieden, sondern die Abstimmung aufzuschieben und eine breite öffentliche Diskussion der Regelungen unter freien Journalistinnen und Journalisten zu ermöglichen und zu gestalten, z.B. über Veranstaltungen, Blogs, etc. Außerdem fordern wir, Anregungen und Vorschläge von freien Journalistinnen und Journalisten bei der internen Diskussion zu berücksichtigen.

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