In Wien könnten noch diese Woche auf einen Schlag über 2.000 Kinder
ihren Kindergartenplatz verlieren, ihre PädagogInnen den Job und ihre großteils berufstätigen
Eltern die Kinderbetreuung.
Ein ausführlicher Bericht dazu z.B. auf: http://wien.orf.at/m/news/stories/2787735/
Dies widerstreitet unserer Ansicht nach dem Wohl der Kinder!
Artikel 1 des Bundesverfassungsgesetzes über die Rechte der Kinder lautet:
"Jedes Kind hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge, die für sein
Wohlergehen notwendig sind, auf bestmögliche Entwicklung und Entfaltung
sowie auf die Wahrung seiner Interessen auch unter dem Gesichtspunkt der
Generationengerechtigkeit. Bei allen Kinder betreffenden Maßnahmen
öffentlicher und privater Einrichtungen muss das Wohl des Kindes eine
vorrangige Erwägung sein."
Dies ergibt sich auch aus der UN-Kinderrechtskonvention.
Unsere Kinder besuchen zum Teil seit dem Alter von zwölf Monaten und
teilweise schon seit vielen Jahren den Privatkindergarten Alt-Wien. Sie
sind dort sozialisiert worden.
Dort haben sie ganz maßgebliche
Entwicklungsschritte gemacht und viel über das friedliche Zusammenleben
von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur gelernt. Ein
Miteinander mehrsprachiger Kinder wird dort ausdrücklich gefördert.
Unsere Kinder haben dort neben den Eltern ihre primären Bezugspersonen,
denen sie vertrauen und von denen sie Grundlegendes lernen.
Der Umgang mit den Kindern in unserem Kindergarten war stets liebevoll und fördernd.
Wenn die Kindergruppen nun zerrissen und die Kinder, die teilweise sehr
sensibel sind, von ihren BetreuerInnen und PädagogInnen getrennt
würden, wäre das für einige von ihnen sicher traumatisch und würde sie
in ihrer Entwicklung erheblich beeinträchtigen.
Die Schließung
der Kindergärten, mag sie auch wirtschaftlich begründet sein, ist
keinesfalls im Kindeswohl gelegen. In einem Staat, in dem Millionen
investiert werden, um bankrotte Banken zu sanieren, muss es möglich
sein, in die Zukunft von über 2000 Kindern zu investieren.
Wenn
die Stadt Wien als Stadt der Menschenrechte und der Verein als
Trägerorganisation Kinderrechte ernst nehmen, bitten wir die
Verantwortlichen, alles dafür zu tun, die bestehenden Gruppen von Kindern
nicht zu trennen und sie nicht von ihren engsten Bezugspersonen fern zu
halten.
Bitte unterstützen Sie die betroffenen Kinder, Eltern und MitarbeiterInnen durch Unterschreiben und Teilen!
Es kann nicht sein, dass man am Dienstag erfährt, dass Freitag der letzte Tag im Kindergarten ist! Hier muss für die Kinder, die Mitarbeiter und die arbeitenden Eltern, die unbedingt auf einen sicheren Kindergartenplatz angewiesen sind, eine sozial verträgliche Lösung geschaffen werden!