Protest:WDR kuerzt tuerkischsprachiges Programm

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Drastische Kürzung türkischer Sendungen in Funkhaus Europa Der Westdeutsche Rundfunk plant Einschnitte in den türkischsprachigen Hörfunksendungen von Funkhaus Europa: Mehr als die Hälfte der türkischen Sendungen sollen der geplanten Programmänderung zum Opfer fallen. Die Änderung sei durch den Ausstieg anderer ARD-Anstalten aus der Kooperation für muttersprachliche Sendungen nötig geworden, argumentiert der Kölner Sender. Türkisches Angebot am stärksten betroffen Nach dem für den 01.01.2010 beschlossenen Ausstieg des Hessischen Rundfunks aus den Fremdsprachenprogrammen will der WDR die griechisch- und spanischsprachigen Sendungen des HR ab Mai 2010 in Form von wöchentlichen Magazinen übernehmen. Im Zuge der Reform soll dann das türkischsprachige Wochenendmagazin Café Alaturka diesen beiden Magazinen Platz machen. Auch das in der werktäglichen Primetime zwischen 6:05 und 7:00 gesendete türkische Morgenmagazin Köln Radyosu und der Sendeplatz am Sonntagabend (19:30-20:00 Uhr) soll den Sparplänen geopfert werden. Allerdings werden die abendlichen Sendungen des Köln Radyosu um 30 Minuten auf eine Stunde verlängert. Die Sendung Çılgın soll künftig auch nur noch in deutscher Sprache ausgestrahlt werden. Dadurch wird die Sendezeit aller türkischsprachigen Sendungen in Funkhaus Europa um mehr als die Hälfte reduziert. Das Programm von Köln Radyosu feiert in dieser Woche das 45-jährige Bestehen – eine in der deutschen Radiolandschaft eher seltene Kontinuität. "Ein tolles Geburtstagsgeschenk für alle Kolleginnen und Kollegen und unsere Hörer", so ein Mitarbeiter von Funkhaus Europa. Auch das Sonntagsmagazin Café Alaturka (17:05-18:00 Uhr), das besonders viele Jugendliche Hörer erreicht und sie durch den Talk ans Programm bindet, wird ebenfalls gestrichen. Für die zweisprachige Popmusik-Sendung Çılgın sieht die Programmleitung von Funkhaus Europa nur noch deutsche Moderationen vor. Integration Welche Integration Funkhaus Europa schmückt sich mit dem Prädikat, das einzige Integrationsprogramm in Deutschland zu sein. Doch wem nützt das Köln Radyosu hat sich bis heute für die Integration, Information und Unterhaltung der türkischsprachigen Einwanderer eingesetzt – mit großem Erfolg. Das öffentlich-rechtliche Dach, das zuerst die ARD, jetzt der WDR mit dem Funkhaus Europa “Köln Radyosu” bot, sorgte für Information aus Deutschland und brachte den Hörern den Alltag in Deutschland näher - im Gegensatz zu türkischen TV-Sendern, die in den letzten Jahren über Satellit die türkischen Haushalte erobert haben, allerdings hauptsächlich mit Inhalten aus der Türkei. Das dadurch entstandene Medienghetto konnte mit den morgendlichen Sendungen des Köln Radyosu aufgebrochen werden. Ein herber Verlust für die türkische Community, die abends eher vor dem Fernseher sitzt, morgens aber Köln Radyosu hört. Sollten die Pläne des WDR umgesetzt werden, verliert der Sender einen Großteil seiner türkischen Hörer. In NRW leben etwa eine Million türkischsprachige Migranten. Sie haben bisher morgens zwischen 06:05 und 07:00 Uhr die Möglichkeit, ein türkisches Morgenmagazin zu hören, das vom WDR produziert wird. Dieser Sendeplatz soll nun dem deutschsprachigen Morgenmagazin "Cosmo" zugeschlagen werden. Doch welchen Grund hätten türkische Einwanderer, Cosmo einzuschalten, wenn auch WDR2 oder WDR5 zur selben Zeit durchaus auch multikulturelle Themen im Programm haben. Der WDR betreibt insgesamt sechs Hörfunkwellen. Jede dieser Wellen hat eine auch unter Einwanderern gerne gehörte "Morgenschiene". Das türkische Angebot von Funkhaus Europa war bisher eine Alternative und hat viele türkischsprachige, insbesondere junge Radiohörer an Funkhaus Europa gebunden. Auf diesen Effekt möchte die Programmleitung nun verzichten. Mehr Hörer wird dieser Schritt nicht bescheren. Sprachbarrieren Obwohl viele junge Türken sich in der deutschen Sprache heimisch fühlen, ist doch immer noch Türkisch das verbindende Element zwischen den Generationen. Funkhaus Europa konnte bis jetzt auch über die Sprache eine Hörerbindung aufbauen. Dies wird wegfallen. Auch ist zu befürchten, dass durch die erhebliche Reduzierung der Sendezeit das Gefühl verstärkt wird, nicht ernst genommen zu werden oder gar in Deutschland wieder einmal benachteiligt zu werden. Köln Radyosu als Brücke Während in letzter Zeit die leidige Integrationsdebatte verstärkt auf dem Rücken der türkischstämmigen Menschen ausgetragen wird, hat Köln Radyosu seine verbindende Wirkung noch stärker in den Vordergrund gestellt. Durch den hohen Bekanntheitsgrad und den öffentlich-rechtlichen Rahmen ist Köln Radyosu schon immer das Programm gewesen, dem die türkisch sprechenden Menschen - egal welcher Volkszugehörigkeit - vertrauen konnten. Eine Kürzung der Sendezeit wird gerade jetzt bei vielen Hörern den Eindruck verstärken, dass auch der WDR mit "den Türken" nicht anders umgeht, als sie es in der politischen Debatte erleben. Erfolgreich! Während die deutschen Sendungen bei Call-Ins eher den Durchschnitt an Höreranrufen erzielen, sorgte das Köln Radyosu bei kontroversen Themen mit hunderten von Anrufern für Anerkennung bei der Senderleitung. Sollte die Morgenschiene von Köln Radyosu wegfallen, wird sich das auf die Hörerzahl von Funkhaus Europa negativ auswirken. Der WDR setzt unterschiedliche Hörerprofile voraus und bedient die unterschiedlichen Bedürfnisse mit sechs Hörfunkwellen und mehreren Digitalprogrammen. Bei Einwanderern scheint der Sender aber jeweils eine homogene Hörerschaft vorauszusetzen. So lautet das Argument der Sendeleitung, die Streichung der Frühsendungen würde durch die zeitliche Aufstockung der Abendsendungen wettgemacht. Aber die beiden Strecken haben jeweils eine andere Hörerschaft. Jeder 18. Bürger von NRW spricht türkisch: Das sind sehr viele GEZ-Zahler! Wir fordern, die geplanten Kürzungen zu überdenken. Dieser Schritt würde die wichtigste Informationsquelle der türkischstämmigen Bevölkerung in Deutschland, bzw. NRW erheblich schwächen. Für die türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland sind die türkischsprachigen Sendungen von Köln Radyosu ein unabhängiger und verlässlicher Medienpartner, der ihr Leben über vier Generationen von 1964 bis heute begleitete. Hörer sind dem Programm immer treu geblieben und finanzieren es mit ihren GEZ-Gebühren. Jeder 18. Bürger in NRW stammt aus der Türkei und spricht türkisch. Das gegenseitige Vertrauen zwischen diesen Menschen und dem WDR sollte aufrechterhalten werden. Stellvertretend für alle Hörer von Köln Radyosu

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S. Cetinkaya

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    Demirci, Germany

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    Ömer Yazgan, Germany

    4 years ago Comments: Wir wollen Kölner Radio so, wie es ist !!!!! Keine Änderungen, Keine Verkürzungen, Keine Abschaffungen !!!
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    Baha Güngör, Germany

    5 years ago Comments: -
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